About

the green walnuts | logothe green walnuts | less waste. more resources. simply sustainable.

Grüne Walnüsse – noch nicht ganz ausgereift, aber schon sinnvoll verwendbar. Genau wie noch nicht ganz perfekte Ideen für mehr Nachhaltigkeit, die aber schon positive Veränderungen bewirken. Für alle die nicht mehr warten wollen, um persönliche Ressourcen und natürliche Rohstoffe nachhaltig und besser zu nutzen. Für ein Leben mit mehr Zeit, Gesundheit und Geld. Für die Momente, die wirklich zählen. Für weniger Verschwendung und mehr Ressourcen.

the green walnuts ist eine Sammlung von einfach umzusetzenden Alternativen für einen nachhaltigeren Alltag. Schritt für Schritt, Tag für Tag – um Veränderungen tatsächlich langfristig umzusetzen. Hier findest du Erfahrungen, Ideen, Tipps und Tricks, die helfen, Ressourcen bewusster zu konsumieren und zu schonen.

the green walnuts

Wer schreibt hier?

the green walnuts | Sophie| Sophie, 26 Jahre | diplomierte Ressourcenmanagerin mit Hang zur Weltverbesserung | sammelt leidenschaftlich gerne Ideen, um einfach und bequem nachhaltiger zu leben | hat großen Spaß daran alle Alternativen weiter zu erzählen | freut sich wahnsinnig, dass du the green walnuts gefunden hast

Wenn ich nicht gerade die besten Ideen für ein bewussteres, nachhaltigeres Leben suche, dann liege ich höchstwahrscheinlich mit einem Buch im Schatten, laufe durch den Wald oder bin irgendwo im Wiener Großstadtdschungel zu finden.

Du hast Fragen an mich? Immer gerne! Schreib einfach an: thegreenwalnuts@gmail.com

the green walnuts | simple living
Worüber ich mich immer freuen kann
  • auf dem Fahrrad den Fahrtwind spüren
  • Obstknödel mit Nüssen und Zimt in den Brösel
  • in einer fremden Stadt aufwachen, die Kamera schnappen und losziehen
  • der Geruch von frisch gebackenen Köstlichkeiten oder frisch gemahlenem Kaffee
  • warm eingewickelt an der frischen Luft ein Buch lesen
  • Tiefschnee unter den Füßen
  • der Ausblick von er erklommenen Bergspitzen
Was mich immer stört
  • schlechtes Gewissen
  • hundert Mal eingepackte Winzigkeiten
  • Verschwendung
  • faule Ausreden (bitte kreativ!)

(Idee gesehen bei my name is yeh)

 

the green walnuts | finding balance

Die lange Version

Mein Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit im Alltag hat vor vielen Jahren begonnen. Schon seit Ewigkeiten wollte ich mit Verschwendung nichts zu tun haben. Sobald etwas in meinen Augen noch funktioniert hat, wurde es verwendet oder fein säuberlich geordnet aufgehoben. Neben meinen Büchern versteckten sich in Schachteln alte Kastanien und Gewand, das nie getragen wurde. In meinem Zimmer war es nicht unbedingt unordentlich (Monk lässt grüßen), aber definitiv voll.

Mein erster Umzug endete kurzfristig mit einem Heul-Lach-Anfall auf dem Boden, weil ich beim Aussortieren so viele alte Erinnerungsstücke gefunden habe. Doch inmitten meines Berges aus sehr individuellen Schätzen der Vergangenheit kam eine wichtige Erkenntnis: weniger ist oft mehr. Brauche ich wirklich fünf Pullover in leicht Schwarztönen? Will ich wirklich mein erstes eigenes Geld für die hundertste DVD ausgeben, anstatt mit meinen Freunden ins Kino zu gehen? Wie viel Geld würde ich wohl in Summe sparen, wenn ich weniger einkaufe? Geht sich dann eine richtige Spiegelreflexkamera oder gar eine Interrailreise aus?

Zum ersten Mal ist mir wirklich bewusst geworden, dass ich meine eigenen Ressourcen sinnvoll einsetzen kann. Mein Geld für Erlebnisse und Reisen statt für  Dinge auszugeben. Meine Zeit für wertvolle Momente statt ewiges Aufräumen zu verwenden. Meine Gesundheit mit biologischen Produkten und Fahrrad fahren zu erhalten, statt sie mit nährstoffarmen Fertigprodukten und stundenlangem Herumsitzen zu schwächen.

Bevor ich nicht für all meine Ressourcen selbst verantwortlich war, hatte ich auch nicht erkannt, dass ich ganz einfach Verantwortung für die Ressourcen anderer übernehmen kann. Damit meine ich alle Ressourcen: von Wasser und Energie bis hin zu Zeit und Geld. Mein ganzes Zeug konnte für jemand anderen sinnvoll sind. Ich musste nicht alles selbst aufheben, sondern konnte es tauschen und ausleihen. Meine vielen Bücher konnte ich spenden oder verkaufen. Selbst die alten Kastanien hätten zu Waschmittel verarbeitet werden können. Was war das nicht für ein schönes Gefühl zu erkennen, wie leicht ich anderen Menschen und der Umwelt helfen konnte. Ohne auf etwas verzichten zu müssen!

Vieles habe ich einfach aus Gewohnheit und Bequemlichkeit gemacht. Das stundenlang brennende Licht im Wohnzimmer, die immer schon gekaufte Deomarke oder der wöchentliche Buchkauf. Ein vermeintliches Schnäppchen hier, ein billigeres Produkt dort.

Spätestens während meines Studiums war mir dann aber klar, dass es billige Produktion von Gewand oder Lebensmitteln nicht gibt. Irgendwer zahlt immer drauf. Nach und nach ist mir der globale Zusammenhang bewusst geworden. Mein gedankenloser Einkauf eines Plastiksackerls verursacht langfristig große ökologische Kosten auf der anderen Seite der Welt. Mein Bedürfnis nach einem pinken T-Shirt um ein paar Euro kostet der Textilarbeiterin im mir fremden Asien ihre Gesundheit.

Doch anstatt an der Ungerechtigkeit der Welt zu verzweifeln, habe ich beschlossen etwas dagegen zu tun. Jeden Tag ein bisschen mehr. Statt das Plastiksackerl zu kaufen, habe ich angefangen meine eigenen Stofftaschen mitzubringen. Statt Wasser aus PET-Flaschen gibt es für mich jetzt eine schicke, wiederverwendbare Trinkflasche. Obst und Gemüse kaufe ich einfach ohne Verpackung und muss dazu oft nicht einmal in einen anderen Supermarkt gehen. Die Schalen kann ich kompostieren und dazu beitragen, dass der Kreislauf geschlossen wird, die Nährstoffe im Boden landen und wieder zu Obst und Gemüse zu werden.

Ich habe angefangen Dinge nur zu kaufen, wenn sie notwendig sind und nur aufzuheben, wenn sie tatsächlich einen Nutzen haben (wie alte Fotos: Hallo, Bikinifigur im Jahre Schnee! Gib die Hoffnung noch nicht auf – ich komme wieder!). Kleine Änderungen, die in Summe so viel bewirken können!

Es ist gar nicht so schwer das Leben Tag für Tag „grüner“ zu gestalten. Es muss nicht von Anfang an perfekt sein. Mit kleinen Schritten kommt man auch ans Ziel – wir müssen nur losgehen und am besten alle zusammen.

 

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