Wie man im Winter einfach Energie und Heizkosten sparen kann

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In Wien ist der Winter angekommen. Schnee und eiskalter Wind sind momentan an der Tagesordnung! Wenn man durchgefroren über die Schneedecke stapft, wünscht man sich irgendwann dann doch in eine wohlig warme Wohnung zurück. Am besten zu einem warmen Essen und einem guten Film. Das lädt zwar die eigenen Batterien wieder auf, aber verbraucht auch einiges an Energie zum Kochen, Fernsehen und Heizen.

Jetzt ist es schon fast Mitte Jänner und die weihnachtlichen Lichterketten hängen noch auf vielen Balkonen und Fenstern. Wusstest du, dass man mit dem Stromverbrauch solch einer Lichterkette für 6 Wochen einen handelsüblichen Kühlschrank ein ganzes Jahr lang betreiben kann? Ich nicht! Mir war auch nicht bewusst, dass allein der durchschnittliche Mehrverbrauch an den Weihnachtsfeiertagen dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von ca. 26.000 österreichischen Haushalten entspricht.

Falls dich diese Zahlen nicht sonderlich schockieren, kannst du auch nur an deinen eigenen Haushalt denken. Energie sparen zahlt sich finanziell aus! Wie wäre es mit ein paar klitzekleinen Änderungen, die im Alltag nicht groß auffallen und dabei aktiv Geld für viel anderes beiseite schaffen?

Es muss nicht immer gleich ein neuer energieeffizienter Induktionsherd oder eine verbesserte Isolierung der Wände sein, auch wenn das auf lange Sicht sehr sinnvoll ist. Für den Anfang können, ganz nach dem Motto „auch mit kleinen Schritten kommt man zum Ziel“, diese einfachen Tipps helfen im Winter Energie und Geld zu sparen ohne viel Aufwand zu betreiben.

Kochen und Backen

Ofen
  • nicht verwendete Backbleche aus dem Ofen nehmen, um weniger aufheizen zu müssen
  • für größere Mengen Heißluft verwenden, um gleichzeitig mehr zu wärmen
  • Restwärme, vor allem bei längeren Backzeiten und bei Verwendung von gusseisernen Pfannen, nutzen
Herd
  • für jeden Topf den passenden Deckel und die passend große Herdplatte verwenden
  • kleine Portionen in kleine Töpfe, große Portionen in große Töpfe
Helferlein nutzen
  • Wasserkocher nutzen, um Wasser schneller und effizienter zum Kochen zu bringen
  • kochen ohne Strom und Gas mit der Garkiste aus Holz (tolle Anleitungen gibt es auf der Seite der Garwerkstatt)

Heizen

  • Die Zeit für die kuscheligsten Wollpullis ist gekommen: nur 1°C weniger Raumtemperatur spart 5 % Heizkosten. Wie wäre es mit 20°C statt 21°C und einer Kuscheldecke?
  • Heizung über Nacht oder wenn man nicht in der Wohnung ist gleich um ein paar Grad hinunter drehen – die Einrichtung kommt auch gut mit 16°C zurecht und damit es warm ist, wenn man wieder zurück kommt, kann man bei Zentralheizungen die Zeitschaltuhr aktivieren (Tipp: Zimmertüre zumachen, dann wird es im Raum mit dem Thermometer für die Zentralheizung schneller warum und es wird weniger hoch aufgeheizt). Wenn man keine Temperaturregelung hat: Mantel anlassen, lüften und schnell in den wärmsten Wollpulli schlüpfen.
  • Stoßlüften statt das Fenster zu kippen: vermindert kontinuierlichen Wärmeverlust (und wer heizt schon gerne das Universum mit…)
  • Thermische Vorhänge: ich habe bisher noch keine ökologisch verträgliche Herstellung von thermischen Vorhängen gefunden – aber wenn: gute Idee, um alte Fenster abzudichten!

Es werde Licht!

  • LEDs können dazu beitragen, dass die Stromrechnung für die Beleuchtung um bis zu 80% niedriger ausfällt (!!).
  • Offensichtlich, aber oft vergessen: Licht abdrehen, wenn man nicht im Zimmer ist
  • Darf es mal eine Kerze sein? Wie man zu nachhaltigen Kerzen kommt, findest du hier.

Laptop & Co.

  • Akkus statt Batterien: Batterien brauchen nicht nur bei der Herstellung viel Energie, sondern auch bei der Entsorgung. Besser auf Akkus umsteigen und diese mit Solar 😉 aufladen.
  • Handys und Laptops nicht über die Nacht aufladen, da sie unnötig lange am Strom hängen und Geräte abschalten, wenn sie nicht verwendet werden (komplett vom Strom nehmen, nicht im Stand-By lassen)

 

Wie sparst du im Winter Energie?

 

Quellen: Ich habe zwar so gut wie alle Zeitschriften und Postwürfe abbestellt, aber ab und zu landet doch etwas in meinem Postfach: wie das Energiemagazin der Wiener Stadtwerke , wo die Zahlen und einige der hier erwähnten Tipps drinnen gestanden sind. | 24 Stunden Energie! Das Energiemagazin der Wiener Stadtwerke 18 | Dezember 2016

 

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